If we don't know where we are going, it's tricky to start walking. – Jan S. Hesthaven (2026)

Strategiesystem am KIT

Unser Weg in die Zukunft

Wir befinden uns in Zeiten steten Wandels. Das neue Strategiesystem des KIT wurde in drei Phasen gegliedert, um in dieser Situation langfristig Orientierung zu bieten und zeitgleich anpassungsfähig zu bleiben. Mit der Vision „Science for Impact“ hat Präsident Jan S. Hesthaven für das KIT aktiven Gestaltungsanspruch formuliert. Es ist ein Wertestatement, eine Beschreibung dessen, wofür das KIT steht – heute und in Zukunft.

KIT Strategiesystem Sanduhr-Symbol: Von der Vision über die Strategie zu den Projekten

 

Vision

Wie stellen wir uns das KIT als wissenschaftliche Einrichtung in der Zukunft vor?

 KIT Vision „Science for Impact”
 5-10 Jahre

Strategie

Welche strategischen Ziele setzen wir uns?
 

 3-4 Jahre

Projekte

Welche konkreten Maßnahmen und Projekte sind erforderlich, um unsere strategischen Ziele zu erreichen?

 1-2 Jahre

In welcher Phase befinden wir uns aktuell?

Wir befinden uns aktuell in Phase 2, der Erarbeitung der priorisierten strategischen Ziele für die Weiterentwicklung des KIT. Hierfür arbeiten rund 50 Personen in sieben Arbeitsgruppen (AGs) zu hochrelevanten Entwicklungsfeldern sowie einem AG-übergreifenden Querschnittsthema zusammen.

Die Entwicklung der strategischen Ziele ist bewusst partizipativ angelegt, weil es die verschiedenen Perspektiven der KIT-Gemeinschaft braucht. Die jeweils sechs Expertinnen und Experten pro AG wurden hierfür gemeinsam von den jeweilig leitenden Präsidiumsmitgliedern bzw. Vice Provosts und dem KIT-Senat benannt; sie agieren als Vertreterinnen und Vertreter des KIT als Institution. Die Auswahl der Mitglieder folgte dem Anspruch einer ausgewogenen, repräsentativen und zukunftsorientierten Zusammensetzung.

Bis zum Spätsommer erarbeiten die Arbeitsgruppen ihre themenspezifischen Ziele, die dann bis Jahresende in einer priorisierten Liste zusammengefasst werden.

Offene Feedbackrunde

Zusätzlich möchten wir allen KIT‑Mitgliedern die Möglichkeit geben beizutragen. Damit Sie einen wertvollen Beitrag leisten können, möchten wir Sie anhand der folgenden Kurzbeschreibungen über die Inhalte der Arbeitsgruppen informieren und Ihnen eine Einordnung zur Zielsetzung geben. Es geht uns in diesem Schritt nicht um das Identifizieren individueller Maßnahmen (z.B. Digitalisierung des Dienstreiseprozesses) sondern übergeordneter Weiterentwicklungsziele des KITs als Institution (z.B. KIT-weite Digitalisierung von Zentralen Services & Administration).

Haben Sie entsprechenden Input für uns? Speisen Sie diesen gern über die jeweilige Funktions‑E‑Mail‑Adresse ein – wir freuen uns!

Themenfelder:
Cultural Transformations
Empowering Science
Impactful Organization and KIT Community
Innovative Education
Promotion of Scientific Careers
Service Excellence and Process Effectiveness
Turning Science into Solution
Querschnittsaktivität "Scientific Infrastructure"

 Cultural Transformations

Cultural Transformation setzt auf zwei Ebenen an:
Erstens geht es um wichtige laufende und dringend notwendige Transformationen: Digitalisierung und Nachhaltigkeit (in Forschung, Lehre, Transfer und im KIT als Institution) sowie Chancengleichheit / Diversität (im KIT). Im Zentrum steht dabei die Identifikation der zentralen für den Impact relevanten Lücken im schon bestehenden Ziele-/Maßnahmen-Set.
Zweitens geht es um Zusammenarbeitskulturen, Muster in den Köpfen und Gewohnheiten, die Impact erschweren. Im Fokus stehen folgende drei Punkte:

  1. Agiles Arbeiten / positiver Umgang mit Fehlern und Scheitern in Wissenschaft und anderen Tätigkeiten,
  2. Abbau der strukturellen Misstrauenskultur / Förderung der Würdigungskultur / Subsidiaritätsprinzip und
  3. KIT (und seine Campus) als attraktiver Ort.

 transformations∂strategy.kit.edu

 Empowering Science

Unser Ziel ist es, die Forschungsstrategie des KIT zu stärken, um unsere Exzellenz, Sichtbarkeit und den Impact in die Scientific Community wie auch in die Gesellschaft zu erhöhen. Auf Basis unserer fachlichen Tiefe, einzigartigen Forschungsinfrastrukturen und starken Kooperationen liegen zentrale Herausforderungen darin, gemeinsame Forschungsschwerpunkte zu schärfen, thematische Prioritäten klarer zu fokussieren (insbesondere die Research Foci und Emerging Fields einschließlich ihres Lebenszyklus) und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu verbessern – insbesondere durch die Weiterentwicklung der KIT-Zentren. Das übergeordnete Ziel besteht darin, die strategische Portfoliosteuerung zu verbessern, unsere exzellenzorientierte Drittmittelstrategie und Kooperationswege zu stärken sowie unsere Forschenden darin zu unterstützen, Innovationen entlang des gesamten wissenschaftlichen Kontinuums voranzutreiben – und dabei als KIT agil, wettbewerbsfähig und zukunftsbereit zu bleiben.

 science∂strategy.kit.edu

 Impactful Organization and KIT Community

Unser Fokus liegt auf der gezielten Stärkung der Ausrichtung von Organisationsstrukturen, Governance und Gemeinschaft, um die institutionelle Wirkungskraft nachhaltig zu erhöhen. Aufbauend auf einem hohen Maß an Professionalität, ausgeprägtem Führungspotenzial und einem gemeinsamen Grundverständnis für die Institution gilt es insbesondere, zentrale Herausforderungen konsequent anzugehen: die Schärfung von Rollen und Verantwortlichkeiten, die Reduktion struktureller Komplexität sowie die Förderung einer mutigen, stärker nach außen gerichteten Haltung. Ziel ist es, organisationsweite Entwicklungspotenziale systematisch zu erschließen, um die strategische Steuerungsfähigkeit zu erhöhen, Verantwortungsübernahme und Verbindlichkeit zu stärken und eine handlungsfähige Gemeinschaft zu ermöglichen. Diese ist in der Lage, Veränderungen gemeinsam zu gestalten, dabei fokussiert zu bleiben, sich flexibel anzupassen und langfristig zukunftsfähig zu agieren.

 organization∂strategy.kit.edu

 Innovative Education

Unser Ziel ist es, das Lehrangebot strategisch weiterzuentwickeln und moderne Lehrmethoden zu stärken. Zu den zentralen Komponenten gehören die Einbindung von Future Skills sowie projektbasierte Lehr- und Lernmethoden. Durch eine engere Einbindung unserer herausragenden Forschungsinfrastruktur in die Lehre wollen wir die Marke KIT langfristig international stärken.
Das zentrale Ziel ist es, den gesamten Student Life Cycle zukunftsorientiert zu gestalten – von der Studienwahl über das studentische Leben auf dem KIT-Campus bis hin zur Einbindung von KIT-Alumni. Durch die Förderung und Unterstützung des Engagements von Studierenden und Alumni können wir unsere Talente während ihres gesamten akademischen und beruflichen Werdegangs an das KIT binden, fördern und begleitend unterstützen. Der umfassende Ausbau des Angebots für Lebenslanges Lernen wird dabei eine zentrale Rolle spielen.
Die konsequente Internationalisierung unserer Bildungsangebote in inhaltlicher und organisatorischer Hinsicht ermöglicht es uns, globale Talente aktiv zu fördern. Durch die enge Verzahnung von Forschung und Lehre nutzen wir die Alleinstellungsmerkmale des KIT als Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft und schaffen so ein nachhaltiges, integriertes Bildungsumfeld.

 innovative-education∂strategy.kit.edu

 Promotion of Scientific Careers

Wir konzentrieren uns auf die zentralen Handlungsfelder Rahmenbedingungen, Rekrutierung, Qualifizierung und Karriereentwicklung. Diese Themen adressieren wir mit unterschiedlicher Intensität und jeweils spezifischem Fokus für die Zielgruppen Promovierende, Postdocs, Nachwuchsgruppenleitende sowie Junior- und Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren sowie festangestellte wissenschaftliche Mitarbeitende. Unser Ziel ist es, die Attraktivität des KIT durch klare und gut nachvollziehbare Strukturen und Prozesse zu erhöhen.

 science-careers∂strategy.kit.edu

 Service Excellence and Process Effectiveness

Wir fokussieren uns darauf, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung so auszurichten, dass die gemeinsame Mission bestmöglich unterstützt wird. Dabei bauen wir auf die große Fachkompetenz und das Engagement der Administration. Ziel ist es, organisationsweite Potenziale in Servicequalität und Prozesseffektivität zu identifizieren, zwischen Standardisierung und Flexibilität ein wirksames Gleichgewicht zu finden und administrative Abläufe zu schaffen, die die Wissenschaft verlässlich unterstützen. Digitale Services und Prozesse helfen uns, diese Ziele zu erreichen. Die zentrale Herausforderung dabei ist es, klare Aufgaben und Kompetenzen zu definieren und eine Kultur zu fördern, in der Wissenschaft und Verwaltung auf Augenhöhe kommunizieren, sich wechselseitig wertschätzen und Verantwortung übernehmen.

 service-excellence∂strategy.kit.edu

 Turning Science into Solution

Wissenschaftliche Exzellenz entfaltet ihr volles gesellschaftliches Potential dann, wenn Forschungsergebnisse in konkrete, für die Gesellschaft relevante, Lösungen überführt werden können. Dieser Prozess erfordert ein innovationsförderndes Ökosystem – von Scouting und Mentoring über finanzielle Unterstützung und geeignete Beschäftigungsmodelle entlang des Weges von der Idee bis zur Anwendung. Die Überführung von Wissen in Praxis beschränkt sich dabei nicht auf Kommerzialisierung, sondern umfasst auch weitläufige gesellschaftliche Beiträge durch transdisziplinäre und partizipative Forschung sowie durch Partnerschaften mit vielfältigen Stakeholdern. Um dies zu ermöglichen untersuchen und analysieren wir strategisch, wie Innovationspotentiale über verschiedene Disziplinen und Gruppen hinweg identifiziert, gefördert und wirksam unterstützt werden können, sodass auch unterrepräsentierte Felder und Talente sichtbar werden und gezielt einbezogen. Zugleich bauen wir unser lebendes Ökosystem strategisch aus: Räume der Begegnung und des Austauschs mit Alumni, Industrie und der Öffentlichkeit fördern Beteiligung und machen unsere Angebote und Ergebnisse innerhalb und außerhalb des KIT sichtbar. Im strategischen Fokus stehen darüber hinaus ein vertieftes Verständnis und die Weiterentwicklung des Transferbegriffs, der Transferkultur und relevanter Transferkompetenzen ebenso wie die Berücksichtigung gesellschaftlicher Bedarfe und Beiträge.

 science-to-solution∂strategy.kit.edu

 Querschnittsaktivität Scientific Infrastructure

 

 infrastructure∂strategy.kit.edu

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse aus Phase 2 bilden die Grundlage für Phase 3 des Strategiesystems. 

Aus den in Phase 2 priorisierten strategischen Zielen werden konkrete Maßnahmen und Projekte mit einem Zeithorizont von ein bis zwei Jahren abgeleitet. Das verfolgte Ziel ist die Entwicklung einer konsistenten und priorisierten KIT-Strategie als operativen Rahmen zur Umsetzung der Vision „Science for Impact“. So wird aus der langfristigen Ausrichtung schrittweise umsetzbares Handeln.

Ansprechpersonen

Profilbild Jan S. Hesthaven Copyright: KIT, Markus Breig
Jan S. Hesthaven

 Project Owner
 president@kit.edu

Profilbild Foto von Ruth Schwartländer, Copyright: KIT, Amadeus Bramsiepe
Ruth Schwartländer

 Gesamtkoordination
 ruth.schwartlaender@kit.edu

Grafisches Symbolbild Team
Nadja Lodes & Jonas Meier-Arendt

 Team Gesamtkoordination
 nadja.lodes@kit.edu
 jonas.meier-arendt@kit.edu